23. Mai 2025 – Die Finanzmärkte geraten ins Wanken: Noch vor Börsenstart rutschen die US-Aktienmärkte heute deutlich ins Minus. Der Grund: US-Präsident Donald Trump hat mit neuen Zollmaßnahmen gedroht – und das gleich in zwei brisanten Richtungen.
Laut aktuellen Berichten kündigte Trump an, ab dem 1. Juni 2025 Zölle in Höhe von 50 % auf alle EU-Importe zu erheben, sollte bis dahin keine Einigung im Handelsstreit erzielt werden. Besonders betroffen wären dabei Automobil- und Industrieunternehmen – Schlüsselbranchen auf beiden Seiten des Atlantiks.
Noch brisanter: Apple gerät erneut ins politische Kreuzfeuer. Trump fordert Strafzölle auf iPhones, die in den USA verkauft, aber außerhalb des Landes – vor allem in China und Indien – produziert werden. Damit greift er ein Unternehmen ins Visier, das als Symbol für den globalisierten Hightech-Sektor gilt. Die Folge: Apple-Aktien verloren heute bereits über 3 %, der Nasdaq 100 fiel um fast 2 %.
Ob Trump rechtlich befugt ist, einzelne Unternehmen mit Zöllen zu belegen, ist derzeit unklar. Fakt ist: Er nutzt seine Position gezielt für wirtschaftspolitischen Druck.
So attackierte er zuletzt mehrere große US-Konzerne öffentlich:
Walmart warnte vor Preissteigerungen infolge der Zölle – woraufhin Trump forderte, das Unternehmen solle „die Zölle selbst schlucken“.
Amazon wurde kritisiert, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, die Zusatzkosten durch Zölle für Kunden transparent auszuweisen.
Diese verbalen Angriffe zeigen: Trumps Handelsstrategie ist konfrontativ – und zielt zunehmend auch auf US-Unternehmen.
Parallel dazu geraten die Verhandlungen mit der EU ins Stocken. Trump bezeichnete die Gespräche als „sehr schwierig“ und betonte:
„Unsere Gespräche kommen nicht voran. Deshalb empfehle ich einen direkten 50 % Zoll auf alle EU-Produkte – ab dem 1. Juni.“
Laut Financial Times versucht die EU derzeit, mit einem neuen Vorschlag eine Eskalation zu verhindern. Dieser umfasst schrittweise Zollsenkungen auf nicht sensible Produkte sowie Kooperationen in Bereichen wie Energie, Künstliche Intelligenz und digitale Infrastruktur.
Doch: Für den Fall eines Scheiterns bereitet Brüssel bereits Vergeltungszölle in Höhe von 108 Milliarden US-Dollar vor.
Diese Aussagen kommen nicht aus dem luftleeren Raum. Sie treffen die Märkte in einer Phase erhöhter Unsicherheit – geprägt durch globale Konjunkturängste, Lieferketten-Risiken und anhaltende Inflationssorgen.
Die Aussicht auf neue Zölle verstärkt die Angst vor steigenden Produktionskosten, wachsender Inflation und einer Abkühlung des Welthandels. Anleger flüchten in sichere Häfen – während zyklische Aktien unter Druck geraten.
In solchen Phasen zeigt sich, wie wichtig eine strategisch aufgebaute Geldanlage ist. In solchen Phasen hat sich bewährt:
Ruhig bleiben. Panik war noch nie ein guter Ratgeber an der Börse.
Auf Qualität setzen. Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht, starken Cashflows und soliden Bilanzen sind robuster.
Langfristig denken. Kurzfristige Rückschläge bieten oft Einstiegschancen für langfristig orientierte Investorinnen.
Ob Trumps Drohungen Realität werden, ist noch offen. Klar ist aber: Die Börse hasst Unsicherheit. Deshalb gilt es jetzt, kühlen Kopf zu bewahren und das Portfolio regelmäßig zu überprüfen.
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